Die Nachrufe

 

 

 

Prof. Dr.-Ing. Robert Grekoussis

Unser Kollege Prof. Dr.-Ing. Robert Grekoussis ist am 05.10.2015 im Alter von 74 Jahren überraschend schnell an Leberkrebs in Athen gestorben und am 07.10.2015 dort beerdigt worden.

Diese Nachricht hat Kollege Ehrlenspiel übermittelt. Professor Grekoussis war ein Kollege aus der Zeit von Prof. Niemann in München und hat dort auch promoviert. Ein ehemaliger Kollege, Prof. Dr.-Ing. Klaus Michels (Bundeswehrhochschule München), war bei der Beerdigung zugegen.

Kollege Grekoussis war lange Zeit Professor für Maschinenelemente an der Universität Thessaloniki und dann in Athen. Bis kurz vor seinem Tod war er noch Seniorberater bei einer Firma in Athen.

Bemerkenswert ist, dass Prof. Grekoussis ein Gründungsmitglied der WGMK war. Er nahm an vielen Professorentreffen der WGMK bzw. der WiGeP interessiert teil und war uns sehr verbunden. Noch an der Herbsttagung 2014 nahm er aktiv teil.

Wir trauern um ihn und werden ihn in ehrenhafter Erinnerung behalten.

 

 

Prof. Dr. h.c. mult. Dr.-Ing. E.h. Dr.-Ing. Gerhard Pahl

Die WiGeP – Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktentwicklung – trauert um unser Mitglied, unseren verehrten Kollegen und Freund Professor Dr. h. c. mult. Dr.-Ing. E. h. Dr.-Ing. Gerhard Pahl, der am 18. Oktober 2015 im Alter von 90 Jahren verstorben ist.

Gerhard Pahl hat viele Spuren hinterlassen, die uns immer an ihn erinnern werden.

Als Konstrukteur und Konstruktionswissenschaftler war er über viele Jahrzehnte ein Impulsgeber, Vordenker und Gestalter unseres Forschungsgebietes. Seine Arbeiten haben – sowohl national als auch international – einen großen Einfluss auf den Fortschritt in den Konstruktionswissenschaften gehabt und auch die Lehre entscheidend mit geprägt.

Unsere Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktentwicklung – WiGeP – ist Gerhard Pahl aber ganz besonders zu Dank verpflichtet. Er ist einer der wesentlichen Akteure gewesen, der eine der beiden Vorgängerorganisationen der WiGeP – die Wissenschaftliche Gesellschaft für Maschinenelemente und Konstruktionstechnik – WGMK – von einem Freundeskreis weniger, an den Konstruktionswissenschaften interessierter Kollegen aus dem Jahr 1950, zu einer strukturierten wissenschaftlichen Gesellschaft mit einer großen vernetzenden Wirkung zwischen den Professoren aus der Konstruktion im deutschsprachigen Raum entwickelt hat. Gerade berufen, aber noch nicht im Amt, wurde er bereits im Jahre 1964 in den Kreis der Kollegen aufgenommen. 1974 hat er die Initiative ergriffen, dem größer werdenden Kreis eine Struktur zu geben und maßgeblich die Gründung der Wissenschaftlichen Gesellschaft WGMK als strukturierten Verein im Jahre 1975 betrieben. Unter anderem als Vizepräsident dieser Gesellschaft mit der Verantwortung für deren Entwicklung – und im Jahre 1982 als Präsident und Ausrichter der Herbsttagungen in Darmstadt – hat er sich immer wieder sehr aktiv eingebracht. Die Herbsttagungen der WGMK haben sich zu jährlichen Treffen von Freunden entwickelt – daran hatte Gerhard Pahl einen großen Anteil.

Mit seiner Weitsicht hat Gerhard Pahl auch mit Rat und Wohlwollen die dann, beginnend im Jahre 2009, initiierte Fusion der beiden wissenschaftlichen Gesellschaften WGMK und Berliner Kreis zur WiGeP unterstützt. Hier hat er mit seinem Rat wertvolle Hinweise für diesen doch komplexen Prozess gegeben. Die WiGeP hat sich in den wenigen Jahren ihres Bestehens bestens auch im Sinne von Gerhard Pahl entwickelt und auch die Tradition der Herbsttagung als Treffen von Freunden setzen wir in seinem Sinne ungebrochen fort. Bei den ersten Veranstaltungen der neuen Wissenschaftlichen Gesellschaft WiGeP hat Gerhard Pahl sich noch aktiv beteiligen können.

Mit Gerhard Pahl ist ein großer Konstruktionswissenschaftler von uns gegangen, der viele Spuren hinterlassen hat, die ihn unvergesslich für uns machen. Wir, die Kollegen aus der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktentwicklung WiGeP – werden ihm immer in Ehren und in Dankbarkeit gedenken.

 

 

Prof. Dr.-Ing. Flemming

Prof. Dr.-Ing. Flemming, langjähriges Mitglied des Berliner Kreis und der WGMK, ist am 1. August verstorben. Die Beerdigung findet am kommenden Montag, (10. August) um 14.00 Uhr in Markdorf am Bodensee statt. Manfred Flemming war zwischen 1985 und 1996 Professor für Konstruktion und Bauweisentechnik an der ETH Zürich. In kürzester Zeit ist es ihm gelungen, das CADETH-Zentrum sowie das Bauweisenlabor erfolgreich an der ETH zu etablieren. Er war ein leidenschaftlicher Lehrer, der mit Überzeugung, Kraft und entsprechendem Erfolg, innovative Ideen und Projekte - sehr häufig in enger Zusammenarbeit mit der Industrie - umgesetzt hat. Wir werden Ihn Alle sehr vermissen!

Den in der NZZ erschienene Nachruf der ETH Zürich finden Sie in der Beilage.

 

 

Prof. Dr. Ing. habil. Joachim Glienicke 

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktentwicklung trauert um ihr Mitglied Prof. Glienicke, der am 22. Oktober 2014 im Alter von 78 Jahren verstorben ist.

Nach Abschluss des Maschinenbaustudiums an der Universität Karlsruhe (KIT) begann Prof. Glienicke seine wiss. Tätigkeit als Mitarbeiter bei Prof. Kollmann am dortigen Institut für Maschinenkonstruktionslehre (heute IPEK) und promovierte im Jahre 1966 mit einer Arbeit zur experimentellen Bestimmung dynamischer Kenn-werte von Gleitlagern, deren Einfluss auf das Systemdämpfungsverhalten von Rotoren er im Rahmen seiner im Jahre 1972 erfolgten Habilitation untersuchte. Seine theoretischen und experimentellen Forschungen wurden von einem großen industriellen Interesse begleitet, das sich in einer Vielzahl von drittmittelfinanzierten Forschungsvorhaben zeigte. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse hat er an seine Studenten in stets gut besuchten Vorlesungen zu seinem Fachgebiet weiter gegeben und eine Vielzahl von wiss. Mitarbeitern wurden von ihm zur Promotion geführt. 

Prof. Glienicke folgte im Jahr 1985 einem Ruf an die TU Braunschweig auf eine ordentliche Professur als Leiter des Instituts für Maschinenelemente und Fördertechnik. Er war auf seinem Forschungsgebiet ein national und international anerkannter Wissenschaftler, der in zahlreichen Veröffentlichungen wesentliche Beiträge vor allem zu öl- und gasgeschmierten Gleitlagern, Gasdichtungen und zur Rotordynamik leistete. Auch nach seiner Emeritierung im Jahr 2001 widmete sich Professor Glienicke weiter seiner Forschung und war als Gutachter für DFG und AiF tätig. Kennzeichnend für ihn war sein intensives Verhältnis zu seinen ehemaligen Mitarbeitern als ihr Doktorvater, das ihm viel bedeutete und was sich nicht zuletzt in jährlichen Treffen zeigte, das letzte kurz vor seinem Tod.

Die WiGeP nimmt Abschied von einem hochgeschätzten und geachteten Kollegen und Wissenschaftler, dem sie stets ein ehrendes Andenken bewahren wird.

 

 

Prof. Dr. Ing. habil. Jürgen Rugenstein 

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktentwicklung trauert um ihr Mitglied Prof. Rugenstein, der am 30. März 2014 im Alter von 87 Jahren verstorben ist.

Die Beisetzungsfeier findet im engsten Familienkreis statt. Die WiGeP spricht der Familie ein herzliches Beileid aus.

 

 

Prof. Dr.-Ing. Lütfullah Ulukan

* 1921 † 05.09.2014

Unser Kollege Lütfullah Ulukan ist am 05.09.2014 in Istanbul verstorben. Er war Gründungsmitglied der WGMK.

Prof.Ulukan wurde 1921 in Sinop/Türkei geboren. Nach dem Abitur bekam er ein Stipendium des Türkischen Staates, ging nach Deutschland und studierte Maschinenbau an der TU Dresden . Er absolvierte sein Studium 1944 und kehrte in die Türkei zurück. Seine akademische Laufbahn begann er 1945 an der TU Istanbul, als Assistent amLehrstuhl für Maschinenelemente. Im Jahre 1955 lehrte er als Gastwissenschaftler das Fach Maschinenelemente III an der RWTH Aachen. Im darauf folgenden Jahr wurde er zum Professor am Lehrstuhl Maschinenelemente in Istanbul ernannt.

Von 1959 bis 1962 war Prof. Ulukan Dekan der Fakultät für Maschinenbau. Neben seiner Tätigkeit an der TU Istanbul leitete er ab 1973 das Marmara Forschungscenter (MAM) des Türkischen Wissenschafts- und Technologie-Rates TÜBITAK. Er wurde 1988 emeritiert.

Prof. Ulukan gehörte zur Pioniergeneration der Türkei, die durch den ausdrücklichen Wunsch von Atatürk zum Studium nach Westeuropa, vor allem nach Deutschland, geschickt wurde und deren Angehörige nach ihrer Rückkehr wichtige Funktionen übernahmen. So hat sich auch Kollege Ulukan um die Entwicklung und Modernisierung der Türkei verdient gemacht.

Prof.Ulukan genoss in akademischen Kreisen, unter seinen ehemaligen Studenten wie auch unter den WGMK- und WiGeP-Kollegen sehr hohe Achtung.

 

 

Prof. Dr.-Ing. Klaus Federn, Technische Universität Berlin

 * 21.12.1910

† 26.06.2014

Am 26. Juni 2014 verstarb im hohen Alter von 103 Jahren Prof. Dr.-Ing. Klaus Federn. Er war in den Jahren von 1963 bis 1979 Leiter des  Lehrstuhls für Maschinenelemente an der TU Berlin, aus dem er das spätere Institut für Konstruktionslehre und Maschinenelemente entwickelte. Prof. Federns Forschungsschwerpunkte waren die dynamischen Prüfmaschinen und Maschinenprüfverfahren.

Prof. Federn war ein national und international renommierter Wissenschaftler, der über 50 Patente anmeldete und unzählige wissenschaftliche Veröffentlichungen verfasste. Seine ehrenamtliche Tätigkeit in Normenausschüssen des DIN, in technischen Ausschüssen des VDI, dem Auswahlausschuss der Studienstiftung des deutschen Volkes, als Gutachter für AIF und die DFG, pflegte Prof. Federn noch bis weit in die 1980er Jahre.  Er erhielt in seiner Laufbahn viele 
renommierte Ehrungen, so das Ehrenzeichen des VDI (gleich zweimal), als erster Nicht-Italiener den Leonardo-da-Vinci Preis, die Grashof-Denkmünze des VDI, die Ehrenmitgliedschaft der TU Berlin und vor allem das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der 
Bundesrepublik Deutschland.

Prof. Federn studierte Maschinenbau an der damaligen TH Darmstadt, war wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. August Thum. 1939 promovierte er auf dem Gebiet der Gestaltfestigkeit und Bruchausbildung. Bis zu seiner Ruferteilung an die TU Berlin war Prof. Federn bei der Maschinenfabrik Carl Schenck in Darmstadt tätig. Seine industrielle Karriere bei Schenck begann zunächst als Prüffeld-Ingenieur, dort beschäftigte er sich zum ersten Mal mit der Auswuchttechnik, seinem zentralen Forschungsthema, das ihn sein Leben lang begleitete. Während des 2. Weltkrieges wurde er unter anderem für Dechiffrierungsaufgaben eingesetzt. Noch kurz vor Ende des Krieges wurde Prof. Federn Leiter der Abteilung Prüf- und Auswuchtmaschinen bei Schenck. 1947 habilitierte er auf dem Gebiet der Feinwuchtmaschinen, erlangte die venia legendi für das Fach Technische Mechanik, wurde dann aber von den Briten für ein halbes Jahr in England interniert und baute dort eine Auswuchtmaschinenfertigung auf. Nach seiner Heirat und der Geburt dreier Kinder erhielt Prof. 
Federn die Gesamtprokura für die Firma Schenck und wurde zwei  Jahre später zum außerplanmäßigen Professor an der TH Darmstadt ernannt.  Kurze Zeit später im Jahre 1963 
folgte er dem Ruf als Ordinarius an die TU Berlin.

Seinen 100. Geburtstag feierte Prof. Federn mit seiner Familie,  seinen Freunden, ehemaligen Kollegen auch aus der WiGeP und seinen Doktoranden an der TU Berlin im Rahmen eines Festaktes, der allen Beteiligten in sehr schöner Erinnerung  blieb. Vor allem deshalb, weil das Ehepaar Federn trotz ihres hohen Alters sich in einer alle begeisternden Höchstform zeigte.

Wir trauern um einen hoch engagierten und verdienten Wissenschaftler, Hochschullehrer und wunderbaren Menschen.

Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 11.07.2014, 9:30 Uhr in der Grunewaldkirche (Bismarckallee 28b, 14193 Berlin) statt. Die anschließende Beisetzung erfolgt im engsten Familien- und Freundeskreis

Die Familie Federn bittet anstelle zugedachter Blumen und Kränze um eine Spende für die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e. V. bei:

Berliner Volksbank

IBAN: DE62 1009 0000 7270 0040 02
BIC: BEVODEBB

 

 

Prof. Dr.-Ing. Walter Raab, Technische Universität Darmstadt

* 23.03.1929 

† 07.05.2014

Die Nachricht vom Tode unseres Kollegen Walter Raab macht uns sehr betroffen.

Die Kolleginnen und Kollegen der WiGeP sprechen zu diesem schmerzlichen Verlust ihre tiefe Anteilnahme aus.

Wir werden unserem Kollegen Professor Walter Raab, den wir in enger und guter Zusammenarbeit in der wgmk und nun in der WiGeP kennen und schätzen gelernt haben, ein ehren­des Andenken bewahren.

 

 


Prof. em. Dr. h. c. mult. Dr.-Ing. E. h. mult. Günter Spur

* 28.10.1928 in Braunschweig 

† 20.08.2013 in Kopenhagen


Sehr plötzlich ist unser sehr geschätzter Kollege, Prof. em. Dr. h. c. mult. Dr.-Ing. E. h. mult. Günter Spur in der Nacht zum 20. August 2013 in Kopenhagen verstorben. Prof. Günter Spur war Gründungsmitglied des Berliner Kreises und WiGeP-Mitglied im Ruhestand. Mit seinen weitsichtigen strategischen Gedanken und Impulsen hat er für die Entwicklung des Berliner Kreises und für die Gründung der WiGeP maßgebliche Beiträge geleistet. Mit Günter Spur verlieren wir einen hervorragenden Wissenschaftler und sehr geachteten Kollegen. Sein Tod hinterlässt bei uns allen eine große Lücke. Wir trauern um ihn und werden ihn stets in ehrenhafter Erinnerung behalten.